Der Ibengarten 
                                                   im Neuberg
 
Von Neidhartshausen aus ist der Ibengarten zu Fuß in 30 Minuten zu erreichen.
Der Weg ist ausgeschildert. Der uralte Eibenhain befindet gleich hinter der
Gemarkungsgrenze in den Gemarkungen Glattbach und Wiesenthal. 

           

Hier stehen 368 geschützte Eiben. Die ältesten Exemplare dieser bizarr geformten,
urwüchsigen Baumart sind bis zu 600 Jahre alt. Diese haben einen Stammdurchmesser
von bis zu 75 cm.
          
Die Eibe ist die älteste Baumart Europas. Sie war auch in Thüringen weit verbreitet.
Im Neuberg hat sich diese Baumart bis heute gehalten.
 
Das Gebiet des heutigen Ibengarten gehörte bis ins 13. Jahrhundert den Herren vom
Nithardishusen. 1214 ging der Besitz an das Bistum Fulda und später an das Kloster Zella
über.
 
1764 wurde der Flurbereich dem Herrschaftsbereich des Großherzogtums Sachsen-Weimar-
Eisenach zugeordnet.
 
Bereits seit 1938 ist der Ibengarten Naturschutzgebiet. Der Kernbereich mit dem Eiben-
bestand hat eine Fläche von 12 ha.
 
1972 erfolgte eine wissenschaftliche Erfassung der Eiben.
 
1978 wurde eine Auslichtung des Buchenbestandes vorgenommen um die ursprüng-
lichen Lichtverhältnisse im Niederwald wieder herzustellen.
 
1987 richtete das zuständige Forstamt eine 3 ha große Eibenaufwuchsfläche ein.
Eine Einzäunung soll hier die Sämlinge und Jungpflanzen vor Wildverbiss schützen.
 
1995 wurde eine weitere Fläche von 1,3 ha eingegattert und eine Durchforstung des
Buchenbestandes vorgenommen. In den letzten Jahren ist auf beiden Schutzflächen
eine Zunahme der Eibensämlinge zu verzeichnen.
 
Seit 2006 führt auch der Premium Wanderweg "Hochrhöner" durch den Ibengarten.
Hier wird der Ibengarten als "Grüner Tunnel" beschrieben.
 
Unweit der alten Eibenbäume befand sich auch die Höhle des legendären "Rhönpaulus".
In der Höhle soll sich der berüchtigte Rhönräuber Paulus öfters längere Zeit aufgehalten haben.
 
 
Karte mit Wanderweg zum Ibengarten